Clara Schüppler

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Kigali- die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten

Kigali - die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten

Viel geschlafen haben wir nicht, aber dafür war auch wirklich keine Zeit.

Schließlich hatten Greta und ich in unseren fünf Tagen in der Hauptstadt Ruandas volles Programm mit unseren Mitfreiwilligen Klara und Laura, die inzwischen mindestens so einheimisch scheinen wie ihre zahlreichen ruandischen Freunde…

Nach einer recht akzeptablen Bus-Nachtfahrt gestartet in Kampala, erreichten wir Donnerstagmorgen das kleine, zentral gelegene Volontärs-Reihenhaus, wo wir Laura um halb sechs erst einmal wach klopften- ja moin, wir sinds schon wieder. Es ist nun schon das fünfte Mal, dass wir die beiden in unserem Jahr getroffen haben und inzwischen sind richtige Freundschaften unter uns Freiwilligen entstanden. An diesem ersten Tag nutzten Greta und ich die Zeit, um uns auf dem gigantischen Stoffmarkt mit ruandischem Kitenge einzudecken. Die einzige Möglichkeit, dort kein Geld auszugeben ist eigentlich nur die, keines mitzunehmen; und selbst dann hätte ich es geschafft, noch was kaufen. Vor lauter „ohs und ahs“ kann man sich in diesem Paradies aus Stoffreihen aber echt nicht für einen Stoff entscheiden! Dementsprechend kam ich an diesem Nachmittag mit ganzen ACHT Materialien nach Hause, wo wir den Rest des Tages im Wohnzimmer auf Matratzen entspannten und reichlich Gesprächsstoff austauschten. Nach einem Ananas-Eis-Power-Smoothie (ja, die Ruandas haben ihren Mixer neu entdeckt) ging es noch zum Aerobic ins Fitnessstudio. Schon ganz anders als in unserem Projekt: man geht einfach zur Tür raus und schon steht man im Fitnesscenter, man geht in die andere Richtung, schon steht man vor zwei Supermärkten, in denen man alles Nötige zu jeder Zeit bekommt. Kochen und einkaufen wird dementsprechend eine ziemliche einfache und spontane Sache, bzw. auch etwas überflüssig, weil man auch einfach gut in Bars oder Bistros essen gehen und Leute treffen kann. Das haben wir Donnerstagabend beim etwas traurigen Deutschlandspiel dann auch gemacht. Für Freitag stand die Arbeit im Projekt auf dem Programm: im Center für Menschen mit Behinderung in Gahanga bemalten wir mit einigen dort Lebenden Klopapierrollen und hingen diese schließlich als Girlande durch den Raum. Nachmittags ging es mit dem Bus noch in ein anderes Projekt nach Kabuga, wo Kinder für die Physiotherapie, zum Lernen oder auch einfach zum Spielen hinkommen. Ich würde -wenn ich mir nach der kurzen Zeit überhaupt schon ein Urteil erlauben kann- die Arbeit im Ruanda-Projekt als eine sehr intensive Arbeit mit Menschen einstufen, bei der man Geduld und Energie aufbringen muss, aber auch wahnsinnig viel entgegen gebracht bekommt und glücklich werden kann, wenn man nicht direkt die Leistung und den Erfolg an oberster Stelle sieht. Diese Einschätzung wurde auch nach Montag noch einmal bestätigt, als wir erneut mit zur Arbeit kamen und die Menschen in den Projekten inzwischen sogar schon mit Namen kannten. Das Wochenende lebten wir nach dem Motto „Man lebt nur einmal, also was soll der Geiz?!“ Von Schwimmengehen im edlen Hotelpool, Bagels in der Bagelfactory essen, abends Pizza (und Nutellapizza!!!) gönnen im teuren Sol le Luna mit Blick über das erleuchtete Kigali, Sonnenuntergang vom Berg aus beobachten, Pferd streicheln (endlich wieder nach ganzen elf Monaten!!), Shoppen im Womens-Center (sehr schön und sehr teuer), Basketballspiel im Stadion gucken, unvergessliche Moto-Nacht-Fahrten auf den kleinen Flitze-Rollern, die einfach immer überall sind (es gibt echt fast nichts Schöneres, als auf einem Moto über freie, gut gepflasterte Straßen durch die Nacht zu flitzen und auf ein Meer aus 10000 Stadtlichtern zu schauen, die aus den Hügeln der Stadt scheinbar hinauswachsen)…

Und das herrliche Nachtleben in Clubs habe ich mir auch nicht entgehen lassen, was ich keineswegs bereue, auch wenn ich mich vor Müdigkeit am vorletzten Abend kaum noch auf dem Stuhl halten konnte. Dank unserer aktiven Nächte präferierten Klara und ich es, uns kurz vor Mitternacht (oder auch später) noch einen kleinen Snack vom Supermarkt zu gönnen, einfach weil man es konnte. Schon echter Luxus. Als dann mein Handy im Bus plötzlich WLAN fand, war es kaum noch auszuhalten. Wo war ich denn hier bitte gelandet!? Haben sich die Umstände verändert oder bin ich diejenige die sich verändert hat - oder beides? Eines jedenfalls steht fest: Ruandas Hauptstadt bietet viele Möglichkeiten. Und so manches Mal schienen sie mir in der kurzen Zeit, in der wir unendlich viel erlebten, beinah unbegrenzt...

16.7.16 15:33

Letzte Einträge: Unsre Reise die wird lustig, unsre Reise die wird schön..., Pizza, Soda, Film und mehr…, Du bist dabei, ich bin dabei, wir sind dabei, Der ganz normale Alltag(-swahnsinn), In der Luft

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